Sie meinen es ernst!

Die geringe Wahlbeteiligung zur Europawahl sagt eines klar und deutlich: So geht es nicht weiter! Ob nun Grün, Gelb-Blau, Rot oder Schwarz – was für einen Unterschied macht’s am Ende? Also sind viele Wähler am letzten Sonntag gleich mal zu Hause geblieben.

In Schweden jedoch zog nach der EU-Wahl eine kleine Partei ins Parlament, die für viele Bürger eine Alternative darstellen könnte. Die schwedische Piratpartiet holte sich satte 7,1 % der Wähler-Stimmen und kann nun 18 Abgeordnete ins EU-Parlament schicken. 

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Auch in Deutschland ist die Piratenpartei längst keine Unbekannte mehr. Allerdings sprechen wir hierzulande nur von einerm Wahlergebnis von rund 0,9 % bei der EU-Wahl. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Nach eigenen Angaben sind die Piraten schon in 11 der 16 deutschen Bundesländer gesegelt und haben dort unter dem Motto „Klar zum Ändern“ ihre Landesverbände aufgebaut. Was bei der Europawahl für die – immerhin erst seit 2 Jahren bestehende – Piratenpartei Deutschland noch etwas mau aussah, soll sich zur Bundestagswahl ändern. Abhilfe schafft vielleicht ihre Wahlkampfplattform, auf der sich das Parteiprogramm, die Kandidaten und ein Blog finden, in dem dann zum Beispiel zu Unterschriftensammlungen aufgefordert wird, damit sich die Partei zu den nächsten Wahlen aufstellen lassen kann.

Bei diesen Piraten geht es allerdings weniger um Rum und Raub, als um Themen wie das Urheberrecht/nicht-kommerzielle Vervielfältigung, Privatsphäre und Datenschutz, Patentregelungen, die Transparenz von Verwaltung und Politik, Open Access oder Freie Kommunikation.

 

Wer die Piratenpartei unterstützen möchte, findet unter den oben stehenden Links weitere Informationen zu ihnen.

 

Anja

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3 Antworten zu “Sie meinen es ernst!

  1. Die Piratenpartei schickt nicht 18 MEPs nach Brüssel/Strasbourg, sondern 1 von 18 MEPs, die Schweden insgesamt hat.

    Und ob diese eine Person so viel wird ausrichten können, wird sich erst noch zeigen müssen. Mal sehen, welcher Fraktion sie sich anschließt…

  2. Die geringe Wahlbeteiligung zur Europawahl sagt eines klar und deutlich: So geht es nicht weiter!

    Warum eigentlich nicht? Vieles spricht dafür, dass es genau so weiter gehen wird. Bei der Bundestagswahl wird die Wahlbeteiligung wieder deutlich höher sein, deswegen sollte man die niedrige Beteiligung bei EU-Wahlen nicht dramatisieren. Wer nicht zur Wahl geht, schadet vor allem sich selbst.

  3. wahlkampfarena

    @Julien: Danke fuer die Korrektur!

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