Archiv der Kategorie: FreitagsFrage

Debattenprotokoll: Sind Volkspartein noch zeitgemäß?

Peter Ehrlich hat anlässlich der Landtagswahlen in der FTD kommentiert, die Wähler seien nicht mehr unter dem Dach einer großen Volkspartei zu versammeln. Und in der Tat können die Grünen, Die Linke und die FDP längst in früheren SPD- und CDU-Revieren fischen. Beflügelt vom Wahlerfolg in Sachsen tönte FDP-Landeschef Zastrow gar, wenn die SPD eine Volkspartei sei, „dann ist es die FDP erst recht“. Noch vor Monaten hätte er Spott geerntet, heute nicht.

In der letzten Woche wurde auf der Wahlkampfarena ausgiebig über die Frage debattiert, ob Volksparteien noch zeitgemäß. Das Ergebnis ist dabei sehr ausgeglichen: Aktuell halten 56% der Debattenteilnehmer Volksparteien für nicht mehr zeitgemäß. Ein wesentlicher Streitpunkt war dabei die Infragestellung des Volksbegriffes. Auf der anderen Seite, also bei jenen die Volksparteien noch für zeitgemäß erachten, waren die Argumente differenzierter. So beanspruchten A.Kauz (die Linke) und Herrmann Off (die Grünen) den Volksparteibegriff für ihre Partein. Durchdacht im Sinne einer Volkspartei wurde auch der parteiliche Zusammenschluss der großen Koalition zur CSPD.

Das Wordle als gewichtete Abbildung der Antworten nach Stimmen fällt diesmal etwas weniger aufschlussreich aus. Sehenswert ist es trotzdem:

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Neue Debatte in der Wahlkampfarena

Dieses Jahr werden laut Welternährungsorganisation erstmals über eine Milliarde Menschen weltweit hungern. Deutschland und die Europäische Union engagieren sich zwar für die Bekämpfung dieses Elends: Milliarden an Entwicklungshilfe wurden in den letzten Jahrzehnten transferiert und investiert. Zuletzt hat die G8-Konferenz in L’Aquila eine 20 Milliarden Dollar (14,38 Milliarden Euro) schwere Initiative zugunsten der Landwirtschaft in der Dritten Welt versprochen. Nach Meinung von Hilfsorganisationen zu wenig.

Die sambische Ökonomin Dambisa Moyo hält dagegen. In ihrem Buch „Dead Aid“ plädiert sie für eine Streichung der Entwicklungshilfe. Die mache alles nur noch schlimmer. Das Geld stütze korrupte Regime, mache Afrika abhängig und verhindere Entwicklung. Moyo fordert stattdessen unter anderem die Streichung der Agrarexportsubventionen der EU. Sie würden afrikanische Produkte vom heimischen Markt verdrängen und so Armut fördern.Hat sie Recht? Sind die Millionen an Entwicklungshilfe angesichts dieser Subventionspraxis wirklich vergeudet?

 


Debattiert die neue Freitagsfrage der Woche in der Wahlkampfarena auf den Seiten des Freitag:

 

Sollte man die EU-Agrarsubventionen abschaffen statt Millionen an unwirksamer Entwicklungshilfe zu leisten?

 

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Neue Freitagsfrage in der Wahlkampfarena:

Am Mittwoch haben die Grünen ihre Wahlkampagne vorgestellt. Der Claim: „Aus der Krise hilft nur grün.“ Durch „Investitionen in Klima, Bildung und Gerechtigkeit“ will man eine Million neue Jobs schaffen. Das Ziel: Bündnis 90/Die Grünen soll drittstärkste Kraft im Bundestag werden. Ist das realistisch?

Die FDP ist seit Wochen im Aufwind und liegt in der aktuellen Forsa-Umfrage bei 15 Prozent. Nur 13 Prozent der Befragten würden zur Zeit grün wählen. Dabei sind die Voraussetzungen für grüne Politik gut: Die Bekämpfung des Klimawandels, besserer Umweltschutz, die Zukunft von Atomkraftwerken und die Förderung erneuerbarer Energien stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Warum ist Bündnis 90/Die Grünen dennoch nicht die Partei der Stunde?

Diskutiert die Freitagsfrage in dieser Woche in der Wahlkampfarena auf freitag.de:

Haben es die Grünen verschlafen, aus dem Klimawandel Profit zu schlagen?

 

Freundlichst,

Anja

Diese Woche in der Wahlkampfarena: „Steuern rauf: Ist es richtig, wenn alle Bürger in der Krise Opfer bringen müssen?“

Deutschland rutscht tief in die Miesen. Der Bundeshaushalt sieht für 2010 Kreditaufnahmen in Höhe von 86,1 Milliarden Euro vor. Das Bundeskabinett hat damit die höchste Neuverschuldung seit Gründung der Bundesrepublik 1949 beschlossen. Schuld ist die Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Staatseinnahmen sinken, die Ausgaben steigen.

„Die Lage der öffentlichen Haushalte ist dramatisch“, sagte der Ökonom und Wirtschaftsweise Wolfgang Wichard dem Stern. Um das gigantische Loch im Bundeshaushalt zu stopfen seien „Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen“ nicht zu vermeiden. Ganz anders Union und FDP: Sie wollen Steuern senken. Nur wer hat Recht?

Die neue Freitagsfrage der Woche in der Wahlkampfarena lautet diese Woche:

„Steuern rauf: Ist es richtig, wenn alle Bürger in der Krise Opfer bringen müssen?“

Was habt Ihr dazu zu sagen? Wir sind gespannt auf Eure Meinungen in der Wahlkampfarena auf Freitag.de.

 

LG, Anja