Archiv der Kategorie: Politik-Projekte

Bald gibt’s Kanzler

Nicht genug, dass wir uns mit „Germany’s Next Topmodel“ nun auch noch mit „Germany’s Next Showstars“ plagen müssen. Demnächst wird es auch „Germany’s Next Chancelor“ geben. Die politische Talentshow im ZDF – eher bekannt unter dem Namen „Ich kann Kanzler“ (Die Wahlkampfarena schrieb dazu hier am 17.02.2009) – kürt am Freitag den ersten wahren Medienkanzler Deutschlands!
Die Show, die im Februar 2009 startete, hat inzwischen 6 Finalisten hervorgebracht. Allesamt unter 35 Jahren. Damit hat das ZDF auch erreicht, was es wollte. Einen Obama braucht das Land. Einer, der talentiert und genug politisch motiviert ist, etwas umzustoßen im Land. Einer, der es schafft, die Jugend wieder zum Urnengang zu bewegen. Einer, der uns zeigt, dass auch Deutschland „cool“ sein kann.
Auf der Webseite der Show haben die Kandidaten die Möglichkeit, sich und ihr Anliegen vorzustellen und mit hochkarätigen Paten aus der echten Politik aufzutrumpfen. In kurzen Videos präsentieren sie sich und üben sich schon mal im Reden schwingen.

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Über 2500 Kandidaten bewarben sich, um bei „Ich kann Kanzler“ mitzumachen. Schließlich geht es ja auch um was: dem Gewinner winkt neben einem Praktikum im Bundestag – wahrscheinlich als Bundeskanzlerpraktikant – nebenbei auch noch ein Monatsgehalt von zarten 21792 Euro (!), welches jedoch nicht bar ausgezahlt, sondern in ein persönliches Projekt des Gewinners gesteckt wird.
Die 6 Finalisten, die es bis in die Endrunde geschafft haben, wurden durch eine Jury (Anke Engelke, Günther Jauch, Henning Scherf) ausgewählt. Natürlich wird der Kanzler selbst vom Volk gewählt, in diesem Fall den Zuschauern der Sendung, die am 19. Juni live übertragen wird.

Laut ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender soll die Talentshow jedoch nicht dem Prinzip der Model und Sing-Shows folgen, sondern einen öffentlich rechtlichen Bildungsauftrag erfüllen und so vor allem junge und politisch desinteressierte Menschen ansprechen. Über einen spielerischen Weg in einem jungen Format sollen den Zuschauern so Themen wie Politik und Demokratie vermittelt werden.
Brender betonte ausdrücklich, dass dem Gewinner der Show zweifelsfrei KEIN politisches Amt in Sinne des Titels der Sendung zukommen wird. Schade eigentlich, denn die jungen Kandidaten wirken motivierter als die Eminenzen im Bundestag.

Alle Hintergrundberichte, Analysen und Interviews zum Thema Medienkanzler gibt’s natürlich auf der Website der Show beim ZDF.

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„Das beste Argument gewinnt“

Unter diesem Motto – besonders relevant im Wahljahr 2009 – starten am 25. Juni 2009 die zweiten Berliner „Seitensprünge“. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen gemeinschaftlichen Ehebruch Berliner Pärchen, sondern um den Tag der politischen Kommunikation, an dem die Branche, die die Politik rund um das Regierungsviertel berät, ihre Türen öffnet um sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen und die Fragen rund um politische Kommunikation zu beantworten. Parteien, Ministerien, Verbände, Unternehmen, Medien und Agenturen wollen auf diesem Weg eine Plattform bieten, auf der sichtbar wird, was genau politische Kommunikation für die Demokratie leistet. Insgesamt laden 50 Stationen zum Kennen lernen ein, darunter Einrichtungen wie das Bundespresseamt, die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), die FDP-Bundesgeschäftsstelle aber auch die Berliner Agentur Newthinking Communications.

Quelle: fischerAppel

Im letzten Jahr nutzten rund 1000 Besucher die Möglichkeit, sich über den Arbeitsalltag politischer Kommunikation zu informieren. Auch in diesem Jahr wird mit einer großen Besucherzahl gerechnet. Die Teilnahme am Event ist kostenfrei. Anmeldebögen und weitere Informationen zu den teilnehmenden Einrichtungen, zum Programm und den Stationen des Tages finden sich unter www.seitensprünge-berlin.de.

Der Vorwärts – die Parteizeitung der SPD – ist ein weiterer Unterstützer der Seitensprünge 2009 und sucht für die Berichterstattung über das Event noch politikinteressierte Berliner Blogger. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich hier dafür anmelden.

Sie meinen es ernst!

Die geringe Wahlbeteiligung zur Europawahl sagt eines klar und deutlich: So geht es nicht weiter! Ob nun Grün, Gelb-Blau, Rot oder Schwarz – was für einen Unterschied macht’s am Ende? Also sind viele Wähler am letzten Sonntag gleich mal zu Hause geblieben.

In Schweden jedoch zog nach der EU-Wahl eine kleine Partei ins Parlament, die für viele Bürger eine Alternative darstellen könnte. Die schwedische Piratpartiet holte sich satte 7,1 % der Wähler-Stimmen und kann nun 18 Abgeordnete ins EU-Parlament schicken. 

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Auch in Deutschland ist die Piratenpartei längst keine Unbekannte mehr. Allerdings sprechen wir hierzulande nur von einerm Wahlergebnis von rund 0,9 % bei der EU-Wahl. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Nach eigenen Angaben sind die Piraten schon in 11 der 16 deutschen Bundesländer gesegelt und haben dort unter dem Motto „Klar zum Ändern“ ihre Landesverbände aufgebaut. Was bei der Europawahl für die – immerhin erst seit 2 Jahren bestehende – Piratenpartei Deutschland noch etwas mau aussah, soll sich zur Bundestagswahl ändern. Abhilfe schafft vielleicht ihre Wahlkampfplattform, auf der sich das Parteiprogramm, die Kandidaten und ein Blog finden, in dem dann zum Beispiel zu Unterschriftensammlungen aufgefordert wird, damit sich die Partei zu den nächsten Wahlen aufstellen lassen kann.

Bei diesen Piraten geht es allerdings weniger um Rum und Raub, als um Themen wie das Urheberrecht/nicht-kommerzielle Vervielfältigung, Privatsphäre und Datenschutz, Patentregelungen, die Transparenz von Verwaltung und Politik, Open Access oder Freie Kommunikation.

 

Wer die Piratenpartei unterstützen möchte, findet unter den oben stehenden Links weitere Informationen zu ihnen.

 

Anja

Kreativer Protest: Grundgesetz-Lesung

„Eine Zensur findet nicht statt“ und andere Passagen klangen am Samstag zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes neben dem Berliner Hauptbahnhof aus ca. 200 bis 300 Kehlen. Die Grundgesetz-Lesung sollte auf die Auswirkungen von datenbezogenen Gesetzen auf die Bürgerrechte aufmerksam machen. Die kreative Aktion flankierte die Petition der Berlinerin Franziska Heine zur Webseiten-Sperrung im Zuge des Kinderpornografie-Gesetzes, die nach der Unterstützung durch über 90.000 Stimmen zur öffentlichen Anhörung am 27. Mai in den Petitionsausschuss des Bundestages geladen wird.

Grundgesetz-Lesung

Franziska Heine auf der Grundgesetz-Lesung

Die Aktion reiht sich in andere kreative Versammlungen ein, bei denen Unbekannte sich online zum gemeinsamen Happening verabreden und sich nach der temporären Vereinigung blitzartig wieder auflösen. Um einen Flashmob – bei dem Jugendliche konzertiert McDonalds-Filialen stürmen oder beim „Freeze“ auf dem Alexanderplatz gleichzeitig erstarren – handelt es sich bei diesem medienwirksamen Protest aber nicht. Zur  Ehrenrettung der massenhaften Intelligenz schreitet hier der große Bruder des Flashmobs: der Smartmob. Wo der Flashmob schlicht Aufmerksamkeit mobilisieren möchte und sich dann aus dem Staub macht, hofft der Smartmob (bei Benutzung derselben Mittel) auf nachhaltige Wirkung. Das Phänomen, dass sich fremde Menschen mit einem gemeinsamen Ziel durch neue Kommunikationstechnologie zu Aktionen verabreden, beschrieb der Medientheoretiker Howard Rheingold 2002 in “Smart Mobs: The Next Social Revolution”. Und tatsächlich: die smarte Variante wird bei vielen sozial- und globalisierungskritischen Aktionen eingesetzt und 2001 hatten per SMS koordinierte Smartmobber gar durch Blitzdemos zum Sturz des philippinischen Präsidenten Estrada beigetragen – überall wo der korruptionsverdächtige Politiker auftauchte, protestierten in Windeseile auch schwarz gekleidete Demonstranten.

Die Grundgesetz-Lesung in Berlin ist auf einen Aufruf auf dem Blog von MOGIS (MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren) zurückzuführen und konnte über ein Wiki bundesweite Versammlungen initiieren. Mit Schildern und Grundgesetz bewaffnet trafen sich die Teilnehmer der Lesung, blätterten in ihren Gesetzen, sollten murmelnd lesen oder „Die Gedanken sind frei“ singen, kurze Zeit erstarren, um dann im Sprechchor  Artikel 1, 5, 8, 10 und 19 GG vorzulesen.

Sonja

Jede Stimme zählt: Die Wahlkampfarena ist online

WKA-Logo

Unser Projekt ist ab sofort online und kann getestet werden: Die Wahlkampfarena ist eine Debattierplattform für Politikinteressierte und Politiker, die von uns – einem studentischen Projektteam der Universität der Künste Berlin – konzipiert wurde.

Die Wahlkampfarena: Raum für politische Debatten im Netz

Am Anfang stand die Idee, den persuasiven Wahlkampfaussagen eine reflektierte inhaltliche Auseinandersetzung gegenüberzustellen und die interaktiven Qualitäten des Internets in ein politisches Kommunikationsangebot zu integrieren. Wichtige Aspekte, die die Nutzer tatsächlich interessieren und von der politischen Agenda nicht berücksichtigt werden, sollen auf der Wahlkampfarena in Form von spannenden Debatten verhandelt werden.

Wahlkampfarena

Kollaborativer Konzeptionsprozess

Die letzten Monate haben wir uns mit dem politischen Geschehen im Internet auseinandergesetzt sowie mit verschiedenen Akteuren wie Politikbloggern, Internetexperten, Politikern, Informationsarchitekten und anderen politikinteressierten Menschen gesprochen und möchten uns für Zeit, Geduld, Ideen, Anregungen und Kritik nochmals bedanken! Die Wahlkampfarena stellt die Fusion der gesammelten Erfahrungen dar und ist gleichzeitig unser Abschlussprojekt im Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.

Als Partner für das Projekt konnte der Freitag gewonnen werden, so dass das Konzept der Wahlkampfarena gemeinsam umgesetzt werden konnte und nun auf freitag.de/community/arena ab sofort einen Wettstreit der Meinungen initiiert!

Prototyping

Paper Prototyping

Streiten, Stimmen, Stellungnehmen

Stellt die Fragen, die Euch interessieren, nehmt zu anderen Fragen und Meinungen Stellung und wählt das beste Argument sowie die „Freitagsfrage der Woche“ – eine Frage, die eine Woche lang prominent auf der Startseite der WKA platziert und diskutiert wird, da sie die meisten Nutzer interessiert. Die aktuelle Freitagsfrage der Woche wurde zum Start der Wahlkampfarena ausnahmsweise von der Redaktion gewählt und hat in der Redaktionskonferenz bereits eine längere Debatte ausgelöst (that`s what we like), letztendlich heißt sie nun: „Ist die EU-Wahl überflüssig?“ 

Freitagsfrage der Woche

Debattiert mit, werft Eure eigenen, vielleicht noch drängenderen gesellschaftspolitischen Fragen in die Wahlkampfarena und initiiert Diskussionen! Wir sind gespannt, was passiert. 

Lieber keine Wahl? WKA im Interview mit den „Wahlschleppern“

Die „Wahlschlepper“ beschäftigen sich mit dem, was auch der Politik im Wahljahr 2009 am meisten zu schaffen macht: Der Nichtwähler steht im Fokus der Initiative für mehr Wahlbeteiligung, die das Phänomen online und offline zu erfassen – und auch zu minimieren – versucht. Mit „Politik Light“, Informationen über das Internet und Aktionen auf der Straße soll den wahlunwilligen Bürgern die politische Einflussnahme per Stimmzettel wieder etwas näher gebracht werden. 

Wer steckt hinter „Wahlschlepper“?

Hinter Wahlschlepper stecken sieben engagierte, politikinteressierte und internetaffine junge Leute, denen die Wahlbeteiligung in Deutschland einfach zu niedrig ist. Wir sind bunt gemischt – von Studenten bis zu nine-to-five arbeitenden Personen. Dabei versucht jeder sich mit seinen Kompetenzen in unsere private Initiative einzubinden, sei es mit Technik, Grafik, PR oder Redaktion.

Historisch zwangen Wahlschlepper unwillige Bürger notfalls mit Gewalt oder Alkoholisierung zur Wahlurne – auf welche Methoden setzt Ihr?

 Ihr seid die Ersten, die uns auf unsere Namensgeschichte ansprechen beziehungsweise auch die Hintergründe des Namens kennen. Die Methoden von früher sollen nicht unsere sein. Wir wollen die Nichtwähler mit Gedankenspielen wach rütteln, beispielsweise: Was passiert, wenn in Deutschland keiner mehr wählen geht?

Leere Sitze?

Wo sind die Wähler?

Wir sehen uns als Multiplikator, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Oft reicht ein Gespräch und den Leuten wird klar, warum wir unser Wahlrecht nutzen sollten. In anderen Ländern gibt es darum blutige Kriege. Mit spannenden Inhalten, Interviews, interessanten Analysen, Spaß am Internet und der Politik wollen wir unseren Beitrag für ein paar mehr Stimmen in Deutschland leisten.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, Wahlschlepper zu gründen?

Die Initiatoren Jana und Björn waren schon im hochschulpolitischen Bereich sehr aktiv und wollten bei Hochschulwahlen den Vertreterinnen und Vertretern in den Gremien mit einer hohen Wahlbeteiligung mehr Rückendeckung für ihre Arbeit verschaffen. Ergebnis waren die Wahlschlepper an der Uni. Mit beachtlichen Erfolg. Das was auf Universitätsebene klappt, funktioniert auch bundesweit.

Anfang des Jahres hatten die beiden eine der unzähligen Diskussionen um Politik. Björn ist ja Parteimitglied und Jana parteilos. Man konnte sich politisch zwar nicht einigen, aber die beiden erkannten, dass es über die Parteigrenzen hinweg wichtig ist, sein Kreuz zu machen. Letztlich folgte eine der Fragen, die uns keine Ruhe gelassen hat: „Wie niedrig muss eine Wahlbeteiligung sein, damit Politik noch tragfähig ist?“. Das Fazit der Diskussion hat uns derart aufgerüttelt, dass wir uns entschlossen haben, die Initiative zu gründen.

Wahlschlepper Session im Wohnzimmer

Wahlschlepper-Session im Wohnzimmer

 

Was wollt Ihr mit Eurer Initiative erreichen?

Wir wollen, dass die Wahlbeteiligung steigt. Natürlich wollen wir auch über das Thema aufklären. Das geht über das Wahlrecht, welches schon recht kompliziert ist, bis hin zum Thema Politikverdrossenheit und ihre Gründe. Politik im Internet ist dabei ein spannendes Thema, weil wir der Meinung sind, dass das Internet der Verdrossenheit ein Bein stellen kann. Wir zeigen, dass Politik eine spannende, partizipative und auch sehr humorvolle Seite hat. Beiträge, Videos und das eine oder andere noch nicht zu verratende Feature sollen dabei helfen. Ziel ist es, die Bürger zu mobilisieren und dass sie sich und ihre Freunde und Bekannte zur Wahl schleppen.

Wahlschlepper Webseite

Gibt es den typischen Nichtwähler?

Das war einer unser ersten Beiträge auf Wahlschlepper.de, recherchiert und geschrieben von unseren Wahlschlepper Volker. Den typischen Nichtwähler gibt es nicht. Nichtwähler unterschieden sich in vier Kategorien. Den technischen Nichtwähler, der wegen Krankheit nicht wählen geht oder sonst wie verhindert ist, seine Stimme abzugeben. Dann gibt es den grundsätzlichen Nichtwähler, der dem politischen System distanziert gegenübersteht und den konjunkturellen Nichtwähler, der seine Stimme verweigert, weil ihm die politischen Themen oder die politischen Entscheidungsträger missfallen. Der bekennende Nichtwähler und letzte seiner Gruppe verweigert aus Überzeugung seine Stimmabgabe. Den typischen Nichtwähler gibt es also nicht wirklich, wobei wir bemerken, dass die Gruppe der grundsätzlichen und konjunkturellen Nichtwähler sehr groß ist.

 Könnt Ihr als politisches Onlineangebot überhaupt Nichtwähler erreichen?

Eine angesichts der „Internet Boheme“ wichtige Frage, die wir uns auch gestellt haben. Studien zeigen, dass die meisten Nichtwähler eher weniger Netz-affin sind und wir sie somit eigentlich auch nicht direkt erreichen. Wir reihen uns ein in die zentrale Diskussion der Internetpolitik. Wir setzen stark auf den Mundpropaganda- beziehungsweise Multiplikatorfaktor. Zudem versuchen wir mit spannenden Kampagnen die Brücke zwischen Internet und den „normalen“ Bürger beziehungsweise Nichtwähler zu schlagen.

Wir gehen auf die Straße und interviewen wild durch die Reihen. Dadurch können wir den direkten Kontakt halten. Und wenn man sagt, dein Interview ist im Internet zu sehen, dann taucht der ein oder andere auch mal auf unserer Seite auf. Auch in den anderen Medien versuchen wir unterzukommen, um auf anderen Kanälen mit den Nichtwählern zu kommunizieren. Mit unserer eher humorvollen Reihe das „Reiher-Stecher-Duell“, möchten wir Leute erreichen, die sich zwar im Netz bewegen, aber nicht den ganzen Tag die politischen Tweets bei Twitter verfolgen.

Können die Parteien mit Ihrem Engagement im Internet die Wähler wieder für Politik begeistern?

Wir glauben schon, dass die neue Form politische Inhalte zu kommunizieren Interesse wecken kann. Es macht Politik transparenter und sie können die Leute schneller mobilisieren. Wir stehen damit noch am Anfang und die Politiker haben noch einen weiten Weg vor sich. Um für Politik zu begeistern, muss man Politik einfach und sexy machen. Internet kann da einen wichtigen Beitrag leisten. Der Aspekt, dass das Internet die Politiker persönlicher wirken lässt, strahlt außerdem viel Attraktivität aus und kann letztlich engagierte Leute für Politik begeistern. Das Internet ist wie ein Staubsauger, der den politischen Staub aufwirbelt und tanzen lässt.

Wie ist das Feedback auf Eure Aktion bisher ausgefallen?

Das Feedback ist bislang sehr positiv ausgefallen. Der Launch war ein richtiger Erfolg. Einige kleine Interviews und redaktionelle Beiträge haben wir auch schon erhalten, darunter Politik-Digital.de, Stern Online und die Zeitung Politik und Kommunikation. Wir hoffen natürlich auf mehr, um gemeinsam für eine hohe Wahlbeteiligung in Deutschland zu kämpfen.

Sonja

Europa-Wahl-O-Mat online

Ab sofort ist der Europa-Wahl-O-Mat auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung online. 38 Thesen zu Genmais oder Managergehältern sollen dabei bewertet werden. Nach dem Durchgang des Thesenkatalogs hat man dann die Möglichkeit, seine Thesen nach Wichtigkeit zu sortieren. Im Anschluss kann man sich aus einem Set von 29 Parteien acht Parteien aussuchen, mit denen man seine Position vergleichen möchte. 
Europa-Wahl-O-Mat