Der WWF fragt: Wer kann Klimakanzler?

Wer Kanzler kann, hat sich ja mittlerweile schon herausgestellt. Wer aber kann Klimakanzler? Diese Frage stellt der WWF in seinem gleichnamigen Online-Quiz zur Bundestagswahl „Wer kann Klimakanzler?“. Das Thema Umwelt hat sich in letzter Zeit zum beliebten Wahlkampfthema gemausert. Alle reden von Umwelt- und Klimaschutz. Aber wer vertritt eigentlich noch einmal genau welche Meinung? Beim Wwf-Quiz können Sie ihr Wissen  zu den Ansichten der einzelnen Parteien zu diesem Thema testen. Nacheinander bekommen Sie sieben Zitate von prominenten Politikern vorgelegt und müssen erraten, welcher Politiker welcher Partei sich im Zitat zum Thema Umweltschutz äußert:

 

„Ich halte es für einen schweren Fehler zu sagen: Wer für erneuerbare Energien ist, muss gleichzeitig ein Gegner der CO2-freien Kerntechnik sein.“

 

Wer hat sich wohl so zugunsten der Atomenergie geäußert? Richtig, Guido Westerwelle war’s. Hätten Sie es gewusst?

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Der WWF deckt bei jeder beantworteten Frage auf, wer hinter der Aussage steckt, gibt dem Teilnehmer zusätzliche Informationen und bezieht selbst Stellung zur Politikeraussage. Dabei geht es beim WWF-Klimaquiz nicht nur um möglichst viele richtige Antworten, sondern auch um Schnelligkeit. Nur die besten und schnellsten Spieler kommen auf der Klima-Rangliste ganz nach oben.

 

Viel Spaß beim Spielen!

Neue Freitagsfrage in der Wahlkampfarena:

Am Mittwoch haben die Grünen ihre Wahlkampagne vorgestellt. Der Claim: „Aus der Krise hilft nur grün.“ Durch „Investitionen in Klima, Bildung und Gerechtigkeit“ will man eine Million neue Jobs schaffen. Das Ziel: Bündnis 90/Die Grünen soll drittstärkste Kraft im Bundestag werden. Ist das realistisch?

Die FDP ist seit Wochen im Aufwind und liegt in der aktuellen Forsa-Umfrage bei 15 Prozent. Nur 13 Prozent der Befragten würden zur Zeit grün wählen. Dabei sind die Voraussetzungen für grüne Politik gut: Die Bekämpfung des Klimawandels, besserer Umweltschutz, die Zukunft von Atomkraftwerken und die Förderung erneuerbarer Energien stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Warum ist Bündnis 90/Die Grünen dennoch nicht die Partei der Stunde?

Diskutiert die Freitagsfrage in dieser Woche in der Wahlkampfarena auf freitag.de:

Haben es die Grünen verschlafen, aus dem Klimawandel Profit zu schlagen?

 

Freundlichst,

Anja

Hasenpower für Deutschland!

Rot/Rot, Rot/Grün, Schwarz/Gelb, Schwarz/Grün, Jamaika oder Ampel? Wirklich verführerisch ist keine dieser Vorstellungen über Deutschlands mögliche Regierungskoalitionen. Da kommt wie gerufen pünktlich zum Start des Wahlkampfes Abhilfe aus den Tiefen des Rhein-Kreises Neuss in Nordrhein Westfalen. Die ‚HSP’ – Horst Schlemmer Partei: konservativ, liberal und links zugleich. Wer braucht da noch Koalitionen? Wir brauchen nur Horst Schlemmer, und der wird unser nächster Bundeskanzler, sagt der jedenfalls reichlich überzeugt von sich selber mit reichlich übergroßen Hasenzähnen. Na, da weißt Du Bescheid!

Horst Schlemmer, ehemaliger Chefredakteur des Grevenbroicher Tagesblattes, war seines Bürojobs überdrüssig und beschloss, in die Politik zu gehen. Er gründet gemeinsam mit seinem Praktikanten (nein, es ist nicht der ZDF-Kanzler Jakob Schrot) die ‚HSP’, die nun bei den Bundestagswahlen 2009 antritt, und schickt sich selber als horstigen Kanzlerkandidaten ins Rennen, der unter anderem Grevenbroich zur deutschen Hauptstadt machen will. Aber nicht nur das. Sein Wahlprogramm hat er immer in seiner Herrenhandgelenktasche bei sich. Damit es niemand sieht? So viel sei versprochen: es wird alles besser!

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Horst Schlemmer auf die Frage, ob er Angst vor Angela Merkel hat:

„Nö. Die hat sicher schon so ’nen Hals. Aber: Wir von der ,HSP‘ sind konservativ, durchaus bürgerlich, aber auch liberal. Wir sind auch link – nicht zu links! Noch im Rahmen des … Grunddings! Innerhalb der Verfassungsgefahr. Da sind wir drin. Unseren Wahl-Slogan haben wir von dem US-Präsidenten Alabama. ,Yes weekend! Für alle und immer!‘ Mehr Freizeit, weniger Steuern!‘“

Wie heutzutage üblich, ist auch Schlemmer auf der Suche nach neuen Unterstützern, Freunden und Wählern in ganz Deutschland unterwegs. Und nicht nur dort. Auch in den Social Networks und auf seiner Webseite – die nur geringfügig an die einer großen deutschen Partei angelehnt ist – kann man sich über die HSP informieren und vor allem den grandiosen Wahlwerbespot anschauen. Der Wahlkampf startet am 20. August 2009, allerdings vorerst nur in den deutschen Kinos.

 

Na dann, viel Dynamik

wünscht die Wahlkampfarena  😉

Piratize Them: Neue Wahlkampf-App der Piratenpartei?

Schneller, höher, weiter … im Online-Wahlkampf übertreffen sich die Parteien. Wie die Wahlkampfarena berichtete, hatte erst kürzlich die SPD eine iPhone App herausgebracht, die den superschnellen Datenaustausch zwischen Wahlreportern vor Ort und der SPD-Zentrale ermöglicht. Aber wie wäre es, wenn man die Menschen einfach schon im Telefon zu Anhängern seiner Partei machen kann? Mit dem Piratizer kein Problem. Ob die Piratenpartei dahinter steckt, bleibt im Dunkeln. 🙂

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Diese Woche in der Wahlkampfarena: „Steuern rauf: Ist es richtig, wenn alle Bürger in der Krise Opfer bringen müssen?“

Deutschland rutscht tief in die Miesen. Der Bundeshaushalt sieht für 2010 Kreditaufnahmen in Höhe von 86,1 Milliarden Euro vor. Das Bundeskabinett hat damit die höchste Neuverschuldung seit Gründung der Bundesrepublik 1949 beschlossen. Schuld ist die Wirtschafts- und Finanzkrise. Die Staatseinnahmen sinken, die Ausgaben steigen.

„Die Lage der öffentlichen Haushalte ist dramatisch“, sagte der Ökonom und Wirtschaftsweise Wolfgang Wichard dem Stern. Um das gigantische Loch im Bundeshaushalt zu stopfen seien „Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen“ nicht zu vermeiden. Ganz anders Union und FDP: Sie wollen Steuern senken. Nur wer hat Recht?

Die neue Freitagsfrage der Woche in der Wahlkampfarena lautet diese Woche:

„Steuern rauf: Ist es richtig, wenn alle Bürger in der Krise Opfer bringen müssen?“

Was habt Ihr dazu zu sagen? Wir sind gespannt auf Eure Meinungen in der Wahlkampfarena auf Freitag.de.

 

LG, Anja


Exkurs: Parlamentswahlen in Argentinien

Nach einem aggressiven Wahlkampf ist es nun soweit: Am heutigen Sonntag finden die argentinischen Parlamentswahlen statt. Echtes Vertrauen in (eine neue) Politik existiert jedoch – unabhängig vom Ausgang der Wahlen – nicht.

Bei den Parlamentswahlen wird ein Drittel der Senatoren – 24 von insgesamt 72 (jeweils drei aus den acht Provinzen Catamarca, Chubut, Córdoba, Corrientes, La Pampa, Mendoza, Santa Fe, and Tucumán) und die Hälfte der Abgeordnetensitze (127 von 257) neu bestimmt. Fast 28 Millionen Wahlberechtigte geben heute ihre Stimme ab – und obwohl die jetzige Regierung nicht wirklich beliebt ist, finden viele Argentinier, dass es keine echte Alternative gibt. Ihren Unmut können sie nicht einmal durch Abstinenz von der Wahlurne ausdrücken – in Argentinien sind alle Staatsbürger per Gesetz zur Wahl verpflichtet.

Zumindest dem medialen Politzirkus haben sich einige entzogen. „In den letzten Wochen habe ich den Fernseher nicht mehr angemacht“, so eine Argentiniern mit deutschen Wurzeln, „überall Wahlkampf und alle sagen das Gleiche“. In 50 Jahren habe er keinen Wahlkampf erlebt, in dem ein Großteil der Medien auf einem so hohen Aggressionsniveau Stellung bezogen hätte, schreibt auch Marcelo Capurro, der Herausgeber der gesellschaftspolitischen Wochenzeitschrift Debate. Weiterlesen

Achtung: rote Guerilla

Nach der App für den Online-Wahlkampf hat sich die „Projektgruppe Mobilisierung“ der SPD etwas ganz Spezielles für den Straßenwahlkampf ausgedacht. Wie diverse „Insider“ berichten, brachte die Wahlkampfgruppe der SPD einen internen Leitfaden mit dem Titel „Erst durchatmen, dann durchstarten“ für ihre Wahlkämpfer auf den Straßen Deutschlands heraus. Hier ein paar Ideen der Kreativschmiede, um am Ende eventuell doch noch bei den Wählern zu punkten:

 

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Bild: Welt-Online berichtete am 25. Juni 2009 über den Wahlkampf der SPD

 

Aktion 1: Winter im Sommer. Soziale Kälte.

Fall es im September zu einer schwarz-gelben Regierungsbildung kommt, können wir uns gleich warm einpacken, denn es wird soziale Kälte herrschen. Das ist die Message. Und so werden die Straßenaktionisten – in Wintermäntel und Mützen, Handschuhen und Schals eingepackt – in Deutschlands Fußgängerzonen vor der neuen Eiszeit warnen. Schaut man sich die Temperaturen des bisherigen Sommer einmal an, dann müssen einem die Wahlkämpfer nicht mal wirklich leid tun. 

Aktion 2: Grillen für die Solarenergie.

Ausgestattet mit einem Solargrill und solarbetriebenen Ventilator-Basecaps werden die Wahlkämpfer das nicht nur politisch ausgehungerte Volk demnächst an ihren Ständen mit Infos nebst Bratwurst versorgen. Keine schlechte Idee, hoffentlich scheint die Sonne. Obwohl das wiederum ungünstig wäre für Aktion 1!

Aktion 3: Mit den Konservativen geht die soziale Gerechtigkeit baden.

Bewaffnet mit Planschbecken, Schwimmring und Gartenschlauch  wird die Einkaufszone in ein Freibad umfunktioniert. Ein Transparent: „Mit uns geht die Bildung nicht baden!“ – wir können uns sogar sehr bildlich vorstellen, wer stattdessen baden geht. Ein erfrischendes Vergnügen, bestimmt nicht nur für die Wahlkämpfer in Wintermontur! Finden wir ganz großartig und freuen uns drauf!!! 🙂

Aktion 4: Luftballonaktion.

Gähn! 99 Luftballons, oder wie? Nein, von wegen. Natürlich steigen die Luftballons metaphorisch für alles, was bislang tief unten weilt. Die Löhne beispielsweise, oder auch die Steuern. Und wenn die 99 Luftballons dann alle auf einmal starten, bringt das auch Aufmerksamkeit. „Schau mal, 99 rote Luftballons. Da gibt es bestimmt ne SPD-Wahlkampfveranstaltung, lass mal etwas planschen gehen!“ Verbunden wird die Aktion auch mit einem Weitflug-Wettbewerb mit Preisen, was den Gewinner erfreuen wird. Wer da nicht alles auf Rot setzt, trägt selber Schuld.

Aktion 5: Kinonacht.

Die SPD setzt auf Openair Kino. Da sind wir gespannt, ob die SPD dort Geschmack zeigt. Vorschläge kann man bestimmt gern anbringen. Wie wäre es mit: „Meuterei auf der Bounty“?

Aktion 6: SPD-Schirmverleih.

Ort: am Wasser, Freibad, Fußgängerzone. Am Besten also genau neben Planschbecken und Gartenschlauch positionieren. Oder schön im Freibad Wernersee (Berlin Marzahn). Die brauchen mal ein bisschen mehr Rot! Achtung: Lebensgefahr!

Aktion 7: Sommer-Schecks für Daheimgebliebene.

„Liebe Hartz-IV Empfängerinnen und Empfänger. Schön, dass Sie sich in diesem Sommer die Wahlkampfveranstaltung der SPD als Reiseziel ausgesucht haben und nicht in die Toskana geflogen sind. Dafür erhalten Sie von der SPD einen Daheimgebliebenen-Scheck in Form einer roten Postkarte, mit der Sie Ihren Eltern einen lieben Gruß von Daheim schicken können! Herzlichen Glückwunsch!“

Oder so ähnlich?

Aktion 8: Sport, Wettkämpfe, Turniere.

Lassen Sie doch Ihrem Unmut über die politischen Zustände im Kräftemessen mit den Straßenwahlkämpfern der SPD mal freien Lauf. Neben Federball und Seilspringen steht auch Boxen auf dem Programm!

Aktion 9: SPD-Eis.

Ob Sie wollen oder nicht, Rot schmeckt gut! Und so verteilt die SPD wohl wahlweise Erbeer- oder Himbeereis in Waffeln und mit Soße auch an die, denen Schoko, Blaubeere, Vanille oder Waldmeister besser schmecken! 

Aktion 10: Handpuppentheater.

Aufgeführt wird das Stück: Frank-Walter und Angie verliefen sich im Wald….

 

Spaß beiseite. Wir sind wirklich sehr gespannt, wie sich dieser Guerilla-Wahlkampf gestalten wird und freuen uns auf all jene unter den Straßenwahlkämpfern, die Lust haben, über Ihre Erlebnisse auf der Strasse in unserem Blog zu berichten. Bei Interesse einfach bei uns melden!

 

Anja